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Unterreichenbach


Luftbildaufnahme mit Blick über Unterreichenbach
Während sich das Gericht Reichenbach 1866, als Kurhessen preußisch wurde, auflöste und die Dörfer in die kommunale Selbstverwaltung entlassen wurden, bestand die kirchliche Organisation in Form der Kirchspiele weiter. Das alte Kirchspiel Reichenbach teilte man Ende des 16. Jahrhunderts, vermutlich wegen der gewachsenen Einwohnerzahl und möglicherweise aus kirchenpolitischen Gründen. Der nördliche Teil, bestehend aus Kirchbracht, Mauswinkel, Lichenroth, Völzberg, Wüstwillenroth und Wettges einschließlich des außerhalb des Gerichts liegenden Illnhausen wurde als eigener Pfarreibezirk, mit Sitz des Pfarrers in Kirchbracht, abgetrennt.

Nachdem im Frühjahr 1748 das alte baufällige Kirchengebäude abgebrochen wurde, begann die Bauzeit der heutigen Kirche mit der Grundsteinlegung am 27. April 1748. Der Bau fand seinen Abschluß mit dem Setzen des Hahns am 18. Oktober 1750. Die Kirche ist bis auf den heutigen Tag in ihrer Bauweise und Inneneinrichtung unverändert geblieben.

Es ist vermutlich das dritte Kirchengebäude an dieser Stelle. Unterreichenbach, mit 664 Einwohnern zweitgrößter Ortsteil der Gemeinde ist neben Kirchbracht die älteste Siedlung im Gebiet zwischen Salz und Bracht. Hier war jahrhundertlang der kirchliche, verwaltungsmäßige und juristische Mittelpunkt des Gebietes; ferner stand hier die Pfarrkirche, zu der bis zur Reformation alle Orte eingepfarrt waren, hier war lange Zeit der Sitz des Zehntgrafen und hier war die Gerichtsstätte des Gerichts Reichenbach, zuerst unter den Linden, später im Gerichtshaus.

Unterreichenbach hat zahlreiche Gewerbebetriebe, darunter zwei Bauunternehmen. Die traditionsreiche Vogelsberger Molkereigenossenschaft Unterreichenbach, die fast 100 Jahre bestanden hatte, wurde wie so manche Einrichtung Opfer der Änderungen in der Landwirtschaft. Heute werden die Gebäude von der Gemeinde als Bauhof genutzt.

Textauszug aus "Geschichte Birsteins", Geschichtsverein Birstein

Einwohner: 563 (mit Nebenwohnsitzen)

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