Gemeinde Birstein
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Gemeinde Birstein
Carl-Lomb-Straße 1
63633 Birstein
Tel.: 0 60 54 / 80 8-0
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Geschichte


744/747 Nennung des Ortes Reichenbach in einer Urkunde.
850 Älteste schriftliche Erwähnung der Dörfer Unterreichenbach und Kirchbracht als "Richenbah" und "Villa Brataha".
um 900 Grenzbeschreibung des Kirchspiels Reichenbach.
1241 Lichenroth wird urkundlich genannt als "Libechenrode". 
1279, 28. Mai Urkundliche Ersterwähnung der Burg Birstein
1314, 9. Juni Erstmalige urkundliche Erwähnung des Dorfes Fischborn als "Fisseburnen" 
1326, 30. April In einer Urkunde wird erstmalig die Ortsbezeichnung "Sotzbach superior" - "oberes Sotzbach" verwendet. 
1332  Heinrich II von Ysenburg erhält durch Heirat Anteile an der Burg Birstein und dem Gericht Reichenbach. 
1361, 23. Juli Hettersroth findet seine erstmalige Erwähnung als "Heczelsrode". 
1372, 3. März Oberreichenbach erscheint erstmals unter der Bezeichnung "Obern Richenbach". 
1384, 21. Sept. Bösgesäß wird als "Bunsgeseße" erstmals urkundlich erwähnt.
1438, 8. Sept. Diether von Ysenburg erwirbt allen weilnauischen Besitz im Gericht Reichenbach und  der Burg Birstein. 
1442 Erhebung der Ysenburger in den erblichen Reichsgrafenstand. 
1461-1463 Die kriegerischen Händel der Mainzer Stiftsfehde ziehen das Gericht Reichenbach in starke Mitleidenschaft 
1465-1471 Zerstörung des Dorfes Herchenrod (Nähe Lichenroth) infolge einer Fehde. 
1488 Die Orte Wettges und Wüstwillenroth erscheinen erstmals als "Wettges" und Wülnrot. 
1489 Völzberg wird in einer Urkunde unter dem Namen "Fölsperg" erwähnt. 
1517 Erste ysenburgische Erbteilung. In der Folgezeit bezieht Graf Johann von Ysenburg erstmals die Burg Birstein als Wohnsitz. 
1530 Der Pfarrer Johannes Henkel in Unterreichenbach wendet sich den Ideen der Reformation Martin Luthers zu. 
1544 Graf Reinhard von Ysenburg führt ebenfalls die lutherische Reformation ein. 
1590 Kirchenbezirk Kirchbracht/Lichenroth wird als eigenes Kirchspiel von Unterreichenbach abgetrennt. 
1590  Gründung der Lateinschule in Birstein. 
1597, 7. August  Graf Wolfgang Ernst I. zu Ysenburg beginnt mit der Einführung der Reformation. 
1620 + folgende  Durchmarsch und Einquartierung von fremden Truppen trotz ysenburgischer Neutralität. 
1634 - 1636  Dies sind die verheerendsten Jahre des 30jährigen Krieges. 
1635 - 1642  Die Grafschaft Ysenburg wird dem Landgrafen von Hessen-Darmstadt unterstellt. 
1643  Besetzung der Burg und des Ortes Birstein durch schwedische Soldaten. 
1644 Rückkehr des Grafen Wilhelm Moritz zu Ysenburg nach Birstein und Wiederherstellung der reformierten Konfession. 
1649  Erstmals wohnt eine jüdische Familie in Birstein. 
1674  Beginn der jüdischen Gemeinde in Birstein.
1679  Anlage des Judenfriedhofs in Birstein. 
1684, 21. Juli  Feuerkatastrophe: Auf dem Birsteiner Oberberg brennen 17 Wohnhäuser, 1 Backhaus, 18 Scheunen und 9 Ställe ab. Die Kirche und das Pfarrhaus blieben unbeschädigt. 
1692  Das Schulhaus für die Lateinschule wird erbaut. 
1744  Erhebung der Ysenburger in den Reichsfürstenstand. Da im "Fürstenbrief" der Name "Isenburg" mit "I" geschrieben ist, 
beginnt die Birsteiner Linie der Isenburger in späterer Zeit mit der Umstellung der Schreibweise ihres Namens von "Y" auf "I". 
1744, 14. Juli  Erneute Brandkatastrophe auf dem Oberberg vernichtet 23 Wohnhäuser. 
1749  Die jüdische Gemeinde errichtet eine Synagoge.
1764 - 1768  Schloss Birstein erhält seine heutige Gestalt. 
1767, 27. Juni  Ein verheerendes Unwetter wird zum Anlass eines jährlichen Hageltages mit Arbeitsruhe und Gottesdienst genommen. 
1774  Lateinschule schließt für 9 Jahre. 
1790  Die Lateinschule wird nach Offenbach verlegt.
1794  Aufhebung der Leibeigenschaft im Isenburger Land. 
1796, 7. Sept. Durchmarsch der am 3. September bei Würzburg geschlagenen, französischen Sambre- Maas-Armee unter dem General Jean-Baptiste Jourdan. 
1806  Das Isenburger Land wird unter Fürst Carl I. zu Isenburg zum souveränen Fürstentum. 
1815 - 1816  Teilung des Fürstentums Isenburg zwischen Darmstadt und Kassel. Birstein fällt an Kassel. 
1840  Bau eines kleinen katholischen Gotteshauses. 
1845  Gründung der israelitischen Volksschule, die bis 1936 bestand. 
1860  Wiedereröffnung der Lateinschule in Birstein bis 1939. 
1866  Neubau einer Synagoge durch die jüdische Gemeinde. 
1866  Birstein wird preußisch. 
1912 - 1914  Neubau der heutigen katholischen Kirche. 
1913, 7. Januar  Die evangelische Kirche brennt bis auf die Grundmauern ab. Einweihung des Neubaues am 19.4.1914. 
1963  Ernennung Birsteins zum staatlich anerkannten Luftkurort 
1971-1974  Gründung der Großgemeinden (siehe unten) 
1977  Neubau des Bürgerzentrums Birstein 
1989  Neubau einer großen Freizeitschwimmbadanlage


01.02.1971 Der erste freiwillige Zusammenschluss findet zwischen den Gemeinden Birstein, Bösgesäß (preußisch Bösgesäß, ehem. Kreis Gelnhausen) Fischborn und Kirchbracht statt. 
 
01.03.1971  Hettersroth und Oberreichenbach schließen sich an. 
31.12.1971  Böß-Gesäß (hessisch Böß-Gesäß) und Illnhausen, beide früher zum Kreis Büdingen gehörend, treten der Gemeinde Birstein bei. 
01.04.1972  Unterreichenbach, Obersotzbach und Untersotzbach schließen sich der Gemeinde Birstein an.
01.07.1972  Die Gemeinden Lichenroth, Mauswinkel, Völzberg, Wettges und Wüstwillenroth schließen sich zur Gemeinde Oberland zusammen. 
01.07.1974  Die Gemeinde Oberland wird in die Gemeinde Birstein eingegliedert. 


Mit Bildung der Großgemeinde endete die knapp 100jährige kommunale Selbstständigkeit der genannten Dörfer und ging auf die Großgemeinde über.
Das Gemeindegebiet der Großgemeinde Birstein hat heute eine Fläche von 86,63 km². Mit der Gemeinde Birstein, die zu den großen Flächengemeinden des Landes Hessen gehört, entstand nun nicht ein künstliches und traditionsloses Gebilde wie vielerorts. Die Großgemeinde Birstein entstand in den Grenzen eines alten, seit dem 9. Jahrhundert nachgewiesenen Verwaltungsbezirkes, die Cent oder das Gericht Reichenbach, auch Amt Birstein genannt. Dieser Amtsbezirk deckte sich mit den Grenzen des Kirchspiels, war also auch gleichzeitig kirchlicher Verwaltungsbezirk.
Wenn wir auf die Geschichte der heutigen Gemeinde Birstein blicken, haben wir also bis in die Anfänge der schriftlichen Überlieferung zurück ein geschlossenes Gebiet vor uns: die fuldische Cent bzw. das Gericht Reichenbach, dessen Grenzen sich auch mit dem kirchlichen Bezirk, dem Kirchspiel deckten. Das Land gehörte der von Bonifatius gegründeten Benediktinerabtei Fulda, von der es im frühen Mittelalter die Herren von Büdingen, später die Herren von Trimberg als deren Erben, danach die Grafen von Weilnau und seit 1438 die Grafen zu Ysenburg zu Lehen trugen.


 




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